Kurz gesagt: Weltweit entstehen jedes Jahr mehr Elektroaltgeräte, als dokumentiert recycelt werden. Gleichzeitig fällt bei einem Smartphone oder Laptop der grösste Teil der Treibhausgasemissionen bei der Herstellung an. Das wirksamste Mittel ist deshalb, Geräte möglichst lange zu nutzen und erst dann zu recyceln. Everlink kauft Geräteflotten von Unternehmen an, löscht die Daten zertifiziert nach DSGVO und nDSG, erfasst jedes Gerät per IMEI oder Seriennummer und bringt es zurück in Umlauf. Defekte Geräte werden als Ersatzteilspender verwertet.

Elektroschrott wächst schneller als das Recycling

Laut dem Global E-waste Monitor 2024 von UNITAR und ITU fielen 2022 weltweit 62 Milliarden Kilogramm Elektroschrott an, das sind 7,8 kg pro Kopf. Nur 22,3 % dieser Menge wurden nachweislich korrekt gesammelt und recycelt (ITU, Medienmitteilung vom 20. März 2024). Rohstoffe im Wert von 62 Milliarden US-Dollar blieben damit ohne dokumentierte Rückgewinnung.

Die Prognose ist nicht besser: Bis 2030 rechnen die Autoren mit 82 Milliarden Kilogramm Elektroschrott pro Jahr, während die dokumentierte Recyclingquote auf 20 % sinken dürfte (Global E-waste Monitor 2024). Bei Seltenen Erden deckt das Recycling heute nur rund 1 % des Bedarfs (ebenda, Kapitel 6).

In der Europäischen Union wurden 2023 11,6 kg Elektroaltgeräte pro Einwohnerin und Einwohner gesammelt. Die Sammelquote lag bei 37,5 %, das gesetzliche Ziel liegt seit 2019 bei 65 % (Eurostat, 2023).

In der Schweiz entstanden 204 Millionen Kilogramm Elektroschrott im Jahr 2022, also 23,4 kg pro Kopf, davon 129 Millionen Kilogramm dokumentiert gesammelt und recycelt (Global E-waste Monitor 2024, Anhang 2, Daten OECD). Hinzu kommen die Zahlen der Rücknahmesysteme: 2025 verarbeiteten die Recyclingbetriebe von Swico und SENS rund 144 000 Tonnen Elektro- und Elektronikaltgeräte, 6 % mehr als im Vorjahr (Fachbericht 2026, SENS und Swico).

KennzahlWertJahrQuelle
Elektroschrott weltweit62 Mrd. kg (7,8 kg pro Kopf)2022Global E-waste Monitor 2024
Dokumentiert gesammelt und recycelt, weltweit22,3 %2022ITU
Gesammelte Altgeräte, EU11,6 kg pro Kopf2023Eurostat
Sammelquote EU (Ziel 65 %)37,5 %2023Eurostat
Elektroschrott Schweiz204 Mio. kg (23,4 kg pro Kopf)2022Global E-waste Monitor 2024, Anhang 2
Von Swico und SENS verarbeitet, Schweizrund 144 000 t2025Fachbericht 2026

Die beiden Schweizer Werte beruhen auf unterschiedlichen Methoden und Jahren. Sie lassen sich deshalb nicht direkt zu einer Quote verrechnen.

Der grösste Teil des Fussabdrucks entsteht bei der Herstellung

Recycling holt Rohstoffe zurück, aber es macht die Emissionen der Produktion nicht rückgängig. Nach Angaben von Apple verursacht ein iPhone 16 (128 GB) über seinen Lebenszyklus 56 kg CO2e, davon 80 % in der Herstellung, 18 % in der Nutzung und 3 % beim Transport (Apple, Product Environmental Report, September 2024). Beim MacBook Air 15" M4 (512 GB) sind es laut Apple 155 kg CO2e, davon 71 % aus der Herstellung (Apple, Product Environmental Report, März 2025). Es handelt sich um Herstellerangaben auf Basis einer US-Konfiguration.

Unabhängige Studien kommen zu einem ähnlichen Schluss. Die französische Umweltagentur ADEME hat 2022 in einer Studie ausgewertet, was ein aufbereitetes Gerät im Vergleich zu einem neuen bewirkt. Funktionelle Einheit ist der Besitz und die Nutzung eines Geräts während eines Jahres. Bei einem Smartphone sinkt der Beitrag zum Klimawandel so um bis zu 87 %, das sind 24,6 kg CO2e und 76,9 kg Rohstoffe pro Nutzungsjahr. Bei einem Laptop vermeidet ein aufbereitetes Gerät 27 kg CO2e und 127 kg Rohstoffe pro Jahr (ADEME, Synthese 2022).

Auch eine längere Nutzungsdauer wirkt. Das Europäische Umweltbüro (EEB) hat 2019 berechnet, dass ein zusätzliches Nutzungsjahr aller Smartphones in der EU bis 2030 jährlich 2,1 Millionen Tonnen CO2 einsparen würde, bei Notebooks 1,6 Millionen Tonnen (EEB, Coolproducts-Bericht, 2019). Die Studie ist älter als die übrigen Quellen, die Richtung bleibt aber klar.

Zuerst weiterverwenden, dann recyceln

In der Schweiz regelt die Verordnung über die Rückgabe, die Rücknahme und die Entsorgung elektrischer und elektronischer Geräte (VREG) das Ende der Nutzungsphase. Laut Bundesamt für Umwelt sind Händler, Hersteller und Importeure verpflichtet, ausgediente Geräte der Typen, die sie im Sortiment führen, gratis zurückzunehmen. Konsumentinnen und Konsumenten müssen sie zurückbringen (BAFU, Elektrische und elektronische Geräte). Dieses System hat Wirkung: Das Recycling durch Swico und SENS vermied 2025 rund 236 600 Tonnen CO2-eq und senkte die jährliche Umweltbelastung der Schweiz um etwa 1 % (Fachbericht 2026, Ökobilanz).

Recycling ist aber der letzte Schritt. Das zeigt ein Swico-Pilotprojekt: Von den Geräten, die über einen eigenen ReUse-Kanal gesammelt wurden, wären zwischen 7 % und 19 % tatsächlich wiederverwendbar gewesen, am häufigsten Laptops. Untersucht wurden 4565 Geräte (Fachbericht 2026, Pilotprojekt ReUse Swico). Die Entscheidung für die Weiterverwendung fällt also früher, nämlich dann, wenn ein Unternehmen seine Flotte erneuert. Die sinnvolle Reihenfolge lautet: weiterverwenden, was funktioniert; als Ersatzteile verwerten, was als Ganzes nicht mehr einsetzbar ist; recyceln, was übrig bleibt.

Everlink, mit Sitz in Zug und Büro in Basel, kauft Geräteflotten von Unternehmen an: Smartphones, Tablets, Computer und Smartwatches aller Marken, in der Schweiz und in Europa.

  • Ankauf der ganzen Flotte. Funktionierende und defekte Geräte werden im selben Los übernommen und einzeln bewertet. Mehr dazu auf den Seiten Firmenhandys verkaufen und Laptops verkaufen.
  • Zertifizierte Datenlöschung. Jedes Gerät wird konform mit DSGVO und Schweizer nDSG gelöscht, mit Löschzertifikat für Ihr Unternehmen. Details im Beitrag zur zertifizierten Datenlöschung einer Handyflotte.
  • Rückverfolgbarkeit. Jedes Gerät wird per IMEI oder Seriennummer erfasst, vom Ankauf bis zum Wiederverkauf (IMEI-Rückverfolgbarkeit im Inventar).
  • Wiedereinsatz und Ersatzteile. Funktionierende Geräte werden getestet, aufbereitet und zurück in Umlauf gebracht, defekte als Ersatzteilspender verwertet.
  • Lieferung von Flotten. Wer Teams neu ausstattet, erhält geprüfte Refurbished-Geräte mit ausgewiesenem Zustand und Akkukapazität.

Den Unterschied zu einem klassischen Entsorgungsdienstleister erklärt der Artikel ITAD oder Flottenankauf.

Was Ihr Unternehmen für seine Nachhaltigkeitsstrategie gewinnt

Ein Flottenankauf ersetzt keine Nachhaltigkeitsstrategie, aber er liefert ihr belastbare Bausteine.

Ein vollständiges Inventar. Jedes abgegebene Gerät ist per IMEI oder Seriennummer erfasst. Sie wissen, welche Geräte Ihr Unternehmen verlassen haben, und können diese Angaben in Ihre Berichterstattung übernehmen.

Ein Löschzertifikat. Datenschutz und Nachhaltigkeit gehören zusammen: Geräte bleiben oft im Schrank liegen, weil niemand die Verantwortung für die Daten darauf übernehmen will. Das Zertifikat auf den Namen Ihres Unternehmens schliesst diese Lücke.

Eine längere Nutzungsdauer. Funktionierende Geräte werden weiterverwendet, statt vorzeitig im Recycling zu landen. Für die Neuausstattung stehen geprüfte Refurbished-Flotten bereit.

Häufige Fragen

Ist Recycling nicht genauso nachhaltig wie Weiterverwendung?

Nein. Recycling gewinnt Rohstoffe zurück, aber die Emissionen der Herstellung sind bereits entstanden. Bei einem iPhone 16 fallen laut Apple 80 % des Fussabdrucks in der Produktion an. Ein weiterverwendetes Gerät verteilt diese Emissionen auf mehr Nutzungsjahre.

Ja. Geräte mit defektem Display, schwachem Akku oder ohne Startfunktion werden im selben Los angenommen und als Ersatzteilspender verwertet.

Wie ist die Sicherheit der Daten gewährleistet?

Jedes angekaufte Gerät wird konform mit DSGVO und Schweizer nDSG gelöscht. Ihr Unternehmen erhält ein Löschzertifikat sowie ein Inventar nach IMEI oder Seriennummer.

Kann ich die Zahlen dieser Seite in unserem Nachhaltigkeitsbericht verwenden?

Die Zahlen stammen aus öffentlichen Studien und Herstellerberichten und können als Kontext zitiert werden. Sie sind keine Messung von Everlink und beziffern nicht die Wirkung Ihrer eigenen Flotte. Für eine eigene Berechnung eignen sich etwa die Herstellerberichte zu Ihren Modellen.

Quellen