Sie haben 240 Smartphones angemeldet. Der Ankäufer hat 231 gezählt. Wo sind die übrigen neun? In einem Büro liegen geblieben, beim Transport verloren oder nie aus dem MDM ausgetragen? Ohne Liste pro Gerät kann das niemand beantworten.
Kurz gesagt: IMEI Rückverfolgbarkeit heisst, jedes Gerät einer Flotte über seine eindeutige Kennung zu verfolgen, vom Ausgangsinventar bis zur Zahlung und zum Wiederverkauf. Ein verlässliches Ankaufsinventar führt jedes Gerät mit IMEI (bei Laptops mit Seriennummer), festgestelltem Zustand und Löschstatus. So lässt sich abgleichen, was versandt, was empfangen und was bezahlt wurde.
Was ist die IMEI, und warum ist sie der richtige Schlüssel?
Die IMEI (International Mobile Equipment Identity) ist die eindeutige Kennung jedes Geräts, das sich mit einem Mobilfunknetz verbinden kann. Gemäss den Vergaberegeln der GSMA besteht sie aus 15 Ziffern:
| Teil | Länge | Was er angibt |
|---|---|---|
| TAC (Type Allocation Code) | 8 Ziffern | Hersteller und Modell des Geräts |
| Seriennummer | 6 Ziffern | Das einzelne Gerät innerhalb dieses Modells |
| Prüfziffer | 1 Ziffer | Eine Kontrolle, die Tippfehler erkennt |
Zwei Eigenschaften machen die IMEI zum idealen Inventarschlüssel. Erstens ist sie eindeutig: Zwei Geräte haben nie dieselbe IMEI. Zweitens verrät der TAC das Modell. Damit lässt sich prüfen, ob eine als «iPhone 14» gemeldete IMEI wirklich zu einem iPhone 14 gehört.
Einige Sonderfälle sollten Sie kennen:
- Dual-SIM- und eSIM-Smartphones haben oft zwei IMEI. Wählen Sie eine als Hauptschlüssel und führen Sie die zweite in einer eigenen Spalte.
- Laptops und die meisten WLAN-Tablets haben keine IMEI. Die Seriennummer des Herstellers übernimmt dann dieselbe Rolle.
- Smartwatches mit Mobilfunkmodul haben eine IMEI, die übrigen werden über die Seriennummer verfolgt.
Wozu dient die IMEI Rückverfolgbarkeit konkret?
Ein Inventar nach IMEI deckt im Unternehmen vier unterschiedliche Bedürfnisse ab.
Datenschutz. Ein Löschzertifikat ist nur dann etwas wert, wenn es die Geräte einzeln auflistet. Erst so lässt sich belegen, dass ein bestimmtes Gerät gelöscht wurde. Mehr dazu in unserem Beitrag zur zertifizierten Datenlöschung.
Buchhaltung. Der Abgang aus der Anlagenbuchhaltung erfolgt Gerät für Gerät. Ein Inventar mit Einzelpositionen erleichtert den Abschluss und die Begründung des Verkaufserlöses.
Wertkontrolle. Wenn Sie Ihre Handyflotte verkaufen, wird die Offerte Modell für Modell und Zustand für Zustand berechnet. Steht in Ihrem Inventar «120 × iPhone 14, 128 GB», können Sie Zeile für Zeile prüfen, was beim Eingang anerkannt wurde.
Verlust und Diebstahl. Die GSMA führt eine Sperrliste für IMEI, die als verloren oder gestohlen gemeldet wurden, und teilt sie mit den Netzbetreibern. Ein fehlendes Gerät kann gemeldet werden, und ein gesperrtes Gerät fällt auf, bevor es beim Wiederverkauf Probleme macht.
Die Spalten eines verlässlichen Ankaufsinventars
Ein gutes Inventar muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass es ein einziges Dokument bleibt, das bei jedem Schritt ergänzt wird, statt drei Dateien, die nicht zusammenpassen.
| Spalte | Ausgefüllt durch | Schritt |
|---|---|---|
| IMEI oder Seriennummer | Unternehmen (MDM-Export) | Versand |
| Marke, Modell, Speicher | Unternehmen | Versand |
| Nutzer oder Abteilung | Unternehmen | Versand |
| Gemeldeter Zustand | Unternehmen | Versand |
| Eingangsdatum | Ankäufer | Eingang |
| Festgestellter Zustand (Grade, Akku, Mängel) | Ankäufer | Prüfung |
| Löschstatus | Ankäufer | Löschung |
| Anerkannter Wert | Ankäufer | Finale Offerte |
| Allfällige Abweichung und Grund | Beide | Abgleich |
Die Spalte «Nutzer oder Abteilung» bleibt bei Ihnen und muss nicht an den Ankäufer gehen. Sie hilft intern, ein fehlendes Gerät wiederzufinden.
Wie gleichen Sie Versand, Eingang und Zahlung ab?
Der Abgleich erfolgt in drei aufeinanderfolgenden Vergleichen.
- Versand gegen Eingang. Vergleichen Sie die Liste der versandten IMEI mit der Liste der empfangenen. Jede IMEI, die nur auf einer Seite erscheint, ist eine Abweichung, die geklärt werden muss: vergessenes Gerät, Tippfehler, in letzter Minute gefundenes Zusatzgerät.
- Gemeldeter gegen festgestellten Zustand. Abweichungen beim Zustand sind normal, ein zerkratztes Display fällt beim Sortieren oft nicht auf. Entscheidend ist, dass jede Änderung des Grades Zeile für Zeile sichtbar ist und nicht in einer Summe verschwindet.
- Finale Offerte gegen Zahlung. Die Summe der Werte pro Zeile muss dem überwiesenen Betrag und der Rechnung entsprechen.
Ein einfacher Tipp: Exportieren Sie Ihr MDM-Inventar, bevor Sie die Geräte aus der Verwaltung entfernen. Nach dem Austragen verschwindet die IMEI oft aus der Konsole und muss von Hand in den Einstellungen oder auf dem Etikett abgelesen werden.
Fehler, die die Rückverfolgbarkeit zerstören
- Zählen statt identifizieren. «Drei Kartons, etwa 200 Handys» erlaubt keine Kontrolle.
- Lose vermischen. Schicken zwei Standorte gleichzeitig Geräte ohne Losbezeichnung, wird der Abgleich mühsam. Das ist auch ein Punkt, den Sie beim Vergleich unabhängiger Ankäufer oder Mobilfunkanbieter klären sollten.
- Defekte Geräte vergessen. Ein Gerät ohne Display hat trotzdem eine IMEI, je nach Modell auf dem SIM-Schlitten oder der Hauptplatine lesbar. Es gehört wie alle anderen ins Inventar.
- Laptops separat ohne gemeinsamen Schlüssel behandeln. Gehen die Laptops an einen anderen Dienstleister, führen Sie zwei Inventare in zwei Formaten. Den Ankauf der IT-Geräte mit den Handys zu bündeln, vereinfacht den Abgleich.
Rückverfolgbarkeit bei Everlink
Everlink, unabhängiger Schweizer Partner mit Standorten in Zug und Basel, erfasst 100 % der angekauften Geräte einzeln nach IMEI oder Seriennummer.
- Vom Ankauf bis zum Wiederverkauf: Jedes Gerät wird über seinen ganzen Weg verfolgt, für zuverlässige Inventare ohne Verluste.
- Jedes Gerät einzeln getestet und beziffert: Die Offerte ist Position für Position aufgeschlüsselt und wird nach der physischen Prüfung bei Eingang bestätigt.
- Ein Dossier zum Abschluss: Schweizer QR-Rechnung, vollständiges Inventar und Löschzertifikat, mit dem Inventar nach IMEI als Beilage zum Zertifikat.
- Alle Geräte im selben Inventar: Smartphones, Tablets, Computer und Smartwatches, auch defekte Geräte.
- Kein Sortieren auf Ihrer Seite: Inventar, Transport und Sortierung sind inbegriffen. Eine grobe Liste genügt, um rasch eine Offerte zu erhalten.
Fällt der Verkauf mit dem Ende eines Vertrags zusammen, erklärt unser Beitrag zum Leasingende von Firmenhandys, wie Sie das Inventar mit der Liste des Leasinggebers abgleichen.
Häufige Fragen
Wo finde ich die IMEI eines Firmenhandys?
Am besten in Ihrer MDM-Konsole, die einen Sammelexport erlaubt. Andernfalls direkt auf dem Gerät über die Eingabe *#06#, in den Einstellungen oder bei manchen Modellen auf dem SIM-Schlitten. Bei grossen Beständen spart der MDM-Export Stunden.
Lässt sich ein Gerät ohne IMEI verfolgen?
Ja. Laptops, WLAN-Tablets und manche Smartwatches werden über die Seriennummer des Herstellers verfolgt. Das Inventar nutzt diesen Schlüssel dann in derselben Spalte.
Müssen wir dem Ankäufer die Namen der Mitarbeitenden mitteilen?
Nein. Die IMEI genügt, um das Gerät zu identifizieren. Behalten Sie die Zuordnung von Gerät und Nutzer in Ihrem internen Inventar, damit geben Sie auch weniger Personendaten weiter.
Was tun, wenn beim Eingang Geräte fehlen?
Vergleichen Sie die Listen, um die fehlenden IMEI einzugrenzen, und suchen Sie die Geräte intern über die Nutzerspalte. Ein unauffindbares Gerät können Sie beim Mobilfunkanbieter als verloren melden und sperren lassen.
Liefert Everlink ein Inventar nach IMEI?
Ja. Jedes Gerät wird nach IMEI oder Seriennummer verfolgt, und das vollständige Inventar kommt zusammen mit dem Löschzertifikat und der Schweizer QR-Rechnung.
Senden Sie uns Ihr Inventar, auch unvollständig
Ein MDM-Export, eine grobe Tabelle oder ein paar Zeilen genügen für den Anfang. Senden Sie diese über das Kontaktformular, per E-Mail an info@everlink.ch oder per WhatsApp an +41 78 220 72 80. Sie erhalten zeitnah eine Offerte, Position für Position beziffert und unverbindlich.
